Die Bille und angrenzende Stadtteile in Hamburg

Neulich habe ich einen Ausflug an die Bille gemacht. So ein schöner kleiner Fluss, der Richtung Hamburg plätschert und brodelt….. Irgendwie muss doch der Name Bille entstanden sein – und dazu habe ich mir meine ureigenen Gedanken gemacht.

Nach Wikipedia heisst Bille „weiß“ (Slawisch biely). Jedoch als weiss habe ich sie nicht empfunden – es sei denn irgendjemand kippt mal Kalk rein…… Die Bille ist 65 km lang und fliesst davon 23 km durch Hamburg.

Ich hätte mir da eher gedacht, das früher die Bille „de Bill“ (eine Art Plattdeusch) geheissen hat oder hiess. Bei „bill“ fällt mir glatt das englische „to bill“ (zu berechnen) ein und ebenso die reichen Stadtsäcke aus der Hammerburg (jetzt Hamburg). Die wollten doch Kohle/Moneten/Zaster haben und vielleicht stellten die irgendwelche Leiharbeiter aus Britannien an den Fluss, um für die Überquerung ebendieses Flusses Geld zu verlangen. Da die coolen Briten aber schlecht deutsch sprachen, haben die jedem, der den Fluss queren wollte zugerufen „please bill“. Daraus ist dann eben „de Bill“ entstanden bzw. neudeutsch die Bille. Hört sich doch logisch an oder?

Nun gut. Die Bille durchquert und streift einige Stadtteile in Hamburg, die ihre Stadtteilnamen sicherlich durch die Bille erhalten haben. Auch hier nachfolgend wieder meine ureigene Interpretation der Namen. Zuerst fliesst „de Bill“ durch Bergedorf.

Bergedorf

Wie der erste Teil des Wortes schon aussagt, muss es Berge geben. Und tatsächlich, denn wer durch Bergedorf fährt oder geht bemerkt unzweifelhaft, das es bergig ist. Was ein Dorf ist, weiss hoffentlich jedermann. Aber hier nochmal kurz und bündig nach Wikipedia: „Gruppensiedlung mit geringer Arbeitsteilung“. Hört sich echt bescheuert an, aber bekommt Sinn, wenn man an die Geldsäcke der damaligen Hammerburg denkt. Die brauchten ja nur die faulen Säcke in die Berge abzuschieben, damit die da mit geringer Arbeitsteilung leben konnten.

De Bill (Bille) kommt nun nach Lohbrügge – wo es im übrigen auch noch etwas bergig ist und teilweise auch tieferliegend platt und feucht ist.

Lohbrügge

Nach Wikipedia bedeutet „Loh“ sowas wie Loch. Das Wort Brügge ist dort nicht erklärt, aber deutet auf das heutige Wort Brücke hin. Also wäre das denn eine Lochbrücke. Vermutlich standen da die Briten und kassierten ab an einer Brücke die ziemlich löchrig war. Den Reisenden wurde gesagt, das sie zur Lohbrügg gehen sollten, um den Fluss zu queren und dort zu bezahlen (to bill).
Hört sich meiner Ansicht auch logisch an.

Weiter fliesst „de Bill“ an Billstedt vorbei. In Billstedt gibt es noch einen Nebenfluss, die Glinder Au, aber dazu sagt ich mal nix. Oder doch: wenn man drin waten tut kann man sich an den Steinen die Zehen stossen und sagt „au“.

Billstedt

Hier sagt der erste Teil des Namens schon alles – Bill. Und der zweite Teil ist Stedt. Nach Wikipedia ist Stedt eine Wohnstätte. Somit wäre früher der Name wohl Wohnstätt an de Bill verwendet worden. Dieser Stadtteil liegt etwas erhöht, so das man früher sicherlich den Flusslauf der Bille hätte sehen können. Da unten in der Ebene (flach und feucht) gab es früher bestimmt keine Gewerbefläche mit Lager und Geschäftshäusern – nur kleine flache Hütten mit Reet gedeckt. Die Sicht war daher nicht behindert – vielleicht nur durch vereinzelt stehende Bäume und Büsche.

Deshalb sind die Bewohner der Wohnstätte sicherlich oft in die Ebene gegangen und habe die umliegenden Flächen als Ackerland genutzt – vielleicht gabs ja auch Torf zum befeuern der Öfen. Womit wir in Billbrook ankommen.

Billbrook

Über den ersten Namensteil lasse ich mich nicht mehr aus – ist klar nä! Nach Wikipedia bedeutet „brook“ ein Bruchwald (Sumpf mit Büschen) oder eine Insel/Erhebung im Fluss oder Feuchtgebiet. Somit hätte man es dann wohl „Bruchwald an de Bill“ genannt, was heutzutage veraltet ist und man es eben Billbrook nennt. Da wird es bestimmt teilweise ziemlich sumpfig gewesen sein und ich möchte nicht wissen wieviel Moorleichen es da früher gab.

Nun gut, weiter geht’s nach Billwerder und Billwerder Ausschlag.

Billwerder (Ausschlag)

Was ein Werder ist weiss ich nicht so genau, aber denke, das es eine Landzunge ist. Gibt ja auch das Wort Warder – meistens an der Nordsee. Egal. Vielleicht war es für die Leute schwer sich durch den Brook (siehe Billbrook) an de Bill zu kämpfen, weil es ja matschig und moorig war und sie den Moorleichen aus dem Weg gehen wollten. Also ging man zum Werder, weil man da sein Boot besser wassern konnte. Meine Logik übertrifft alles dagewesene.

Dann gibt es da noch Billwerder Ausschlag. Ein Mensch kann Ausschlag kriegen und vielleicht war das der Grund, das man einen Teil von Billwerder so nannte. Man bekam Ausschlag, wenn man zu lange dort an der Bille war……..weil die in Bergedorf immer reingepullert haben.

So nun hat de Bill so langsam die Elbe erreicht bzw. eher die Dove Elbe. Die ist doof, weil sie sich von der großen Elbe abzweigt und separat fliesst.

Ach, da fällt mir noch ein Stadtteil ein, der nicht an der Bille liegt, aber in Nachbarschaft zu Billstedt. Das ist Horn.

Horn

Hat Horn was mit der Bille zu tun? Nö, eigentlich nichts, wenn da nicht……. Da hat einer ein Haus gehabt und ist täglich nach Billstedt gekommen. Es war der Warnungsbläser mit einem Horn. Der hatte einen Knall und hat in Billstedt auf dem Hügel ins Horn geblasen, wenn Leute aus Bergedorf – also einer der mit geringer Arbeitsteilung (siehe Bergedorf) – in Richtung der Hammerburg gegangen ist. Der Hornbläser hat damit die Geldsäcke in der Hammerburg gewarnt sich in Acht zu nehmen vor dem hergelaufenen Faulpelz.
Schlusswort

Bitte nehmt diese Darstellung als Witz mit leichtem realen Hintergrund. Und bitte keine Richtigstellungen schreiben, denn das verfälscht meine Idee.

Ein Gedanke zu „Die Bille und angrenzende Stadtteile in Hamburg“

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