50 Jahre und älter….. (ein Gedicht)

Etwas grau und etwas kahl,
auch die Jugend war einmal,
doch was nutzt dann das Gewimmer
lieber Freund, es kommt noch schlimmer.

Haare wachsen aus den Ohren,
der Geruchssinn geht verloren,
dabei hast Du noch zu kämpfen
um den Nasensaft zu dämpfen,
der sich an der Spitze sammelt
und als Tropfen runterbammelt.

Flach und trübe liegt die Pupille,
trotz der scharf geschliffenen Brille.
Du bekommst Paradontose,
Deine Zähne werden lose;
schmerzhaft, wie sie einst gekommen,
werden sie Dir jetzt rausgenommen,
und das künstliche Gebiss
ist ein arges Hindernis.

Schweigen wir von Nierenschmerzen,
von dem starken Klopf am Herzen,
von dem Magen, diesem Hund,
keinesfalls ist er gesund.
Unten ist die Bauchwand faltig,
der Urin ist zuckerhaltig.

Der Popo, einst straff und rund,
leidet stark an Muskelschwund.
Wenn Dir einmal ein Wind entfleucht,
wird Dir gleich die Hose feucht.
Und des Mastdarms volle Falten
können kaum den Stuhlgang halten.

Oftmals stören Deinen Frieden
walnußgroße Hämorriden
und die sogenannte gute,
vielgepriesene Wünschelrute
hängt als leichtgekrümmter Schlauch
unterm faltenreichen Bauch.
Nur zum pinkeln lediglich,
dient der Schnippeldillerich
und er ist an dieser Stelle
wirklich keine Freudenquelle.

Und die holde Weiblichkeit
wittert dies und weiss Bescheid.
Schonungslos kommt sie zum Schluß,
er ist sittsam, weil er muss.

(Anm.: das habe ich vor ca. 30 Jahren irgendwo abgeschrieben, d.h. es ist nicht meinen Gedanken entfleucht)

3 Gedanken zu „50 Jahre und älter….. (ein Gedicht)“

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