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Alles, was mir so spontan einfällt

Knigge im Hirn…… Gespräche

In meinem Bekanntenkreis gibt es jemanden, der hat schon mit der Tür, der Kaffeemaschine und seiner Katze eine anregende Unterhaltung geführt. Da dachte ich mir „der Typ hat doch einen inner Birne!“ ……

Nun – ich selbst habe wohl auch ne Knigge im Hirn, denn mir ist folgendes passiert:

Ich nahm meine Geldbörse, hielt sie in meiner Flosse und überlegte, ob da noch genügend Patte drin ist….. „Au“ sagte es plötzlich „drück mich nicht so!“. Ich zuckte zusammen und guckte mich im Raum um, sah aber niemanden und murmelte vor mich hin „Häääää? Wer war das?“. Nach einem Moment der Stille hörte ich aus meiner Hand „ich war das……deine Geldbörse“. Ups…… bin ich besoffen oder was ist los? Jetzt redet auch so ein blödes Ding mit mir.

Die Unterhaltung ging dann so weiter (Anm.: Geldbörse hier genannt als Börse):

Börse: ich hab Hunger, mein Bauch ist leer. Befüll mich endlich mit was Weichem.
Ich: Is nix drin?
Börse: Nur Hartes und das drückt so schrecklich auf den Magen.
Ich: Wieso Hartes – was meinst Du damit?
Börse: Scheiss Klimpergeld. Räum mich mal auf.
Ich: Oh…… Sparbüchse?
Börse: Mir egal – Hauptsache das Zeugs wird entfernt, damit ich wieder freier atmen kann.
Ich: Du atmest? Is ja n’Ding – lebt es?
Börse: Nu mach schon Du Dödel.

Ich also Geldbörse auf und Kleingeld auf den Tisch geschüttet. Nach grober Übersicht waren das nur ein paar Euronen und funfzig. Rein in die Spardose für schlechte Zeiten (Anm.: mache ich immer so). Im Fach für das Weiche war tatsächlich weniger als nichts drin – nur Quittungen und irgendwelcher Zettelkrams. Also das Zeugs auch raus, damit die Börse flacher wird.

Börse: Aaahhh – eine Erleichterung.
Ich: Und nun?
Börse: Lass uns zu meinem grossen Bruder gehen und mich satt essen.
Ich: Häää? Bruder? Wer ist das denn?
Börse: Bist Du doof? Mein Bruder steht doch in einer Sparkasse.
Ich: Was macht der denn da?
Börse: Na, was wohl – mich mit Weichem füllen.

Jetzt dämmerte es mir, denn die beknackte Geldbörse meinte wohl den Geldautomaten. Na gut. Ich angezogen, Geldbörse in die Jackentasche und los. Im Auto höre ich ein leises Jammern aus meiner Tasche „Iiiihhh – hier ist es dunkel und ich seh nix“. Verdammt und zugenäht, hört dieses Biest von Börse denn gar nicht auf. Ich nehme die Börse aus meiner Tasche und lege sie auf den Beifahrersitz. Nun ist Ruhe im Karton…..
Ich trage die Börse vorsichtig in die Bank und lege sie auf die Ablage des Geldautomaten.

Börse: Na endlich – jetzt gibt’s Happahappa..
Ich: Immer langsam mit de Pferde. Erstmal alles eintippen und nachgucken, ob noch was da ist.
Börse: Du mit Deiner Tipperei. Mein Bruder sagt, das nix mehr drauf ist.
Ich: Häää? Ich höre nix.
Börse: Kannste ja auch nicht, wir haben eine Geheimsprache.

Ich also Karte rein, Code eingetippt und auf Kontoabfrage gedrückt. Die Anzeige stand tatsächlich auf Null – nix drauf. Ok, wir hatten den 15. des Monats und da ist meistens nix mehr drauf.

Börse: Ich frag mal, ob mein Bruder dir was Weiches leihen kann.
Ich: Ja, äähh…egal

Einen Moment Ruhe.

Börse: Er sagt ja, Du kannst zwei Braune haben und mich damit füttern.
Ich: Oh, habe ich noch Dispo?
Börse: Red nicht so mit Fremdwörtern. Er leiht es dir doch nur und Du musst es zurückgeben.
Ich: Ich sag ja, Dispo.

Ich ziehe also Dispo und kriege zwei Braune. Börse auf und Braune rein.

Börse: Ahhhh, lecker und schön weich in meinem Bauch. Und lass Dir ja nicht einfallen, das so schnell wie das letzte Mal rauszunehmen…
Ich: Manno, dazu ist es doch da.
Börse: Das denkst aber nur Du. Wenn mein Bauch leer ist jammere ich wieder. Denk dran.

Dann ist Stille und ich höre nur noch meinen Atem und ein leichtes Rascheln am Geldautomaten. Ich kann nicht mehr an mich halten und sage laut zu der in meiner Hand befindlichen Geldbörse „Du dumme Pute“. Was ich nicht bemerkt hatte war die Tatsache, das neben mir inzwischen eine Frau stand und mich verdutzt ansah……. Mist.

Die Bille und angrenzende Stadtteile in Hamburg

Neulich habe ich einen Ausflug an die Bille gemacht. So ein schöner kleiner Fluss, der Richtung Hamburg plätschert und brodelt….. Irgendwie muss doch der Name Bille entstanden sein – und dazu habe ich mir meine ureigenen Gedanken gemacht.

Nach Wikipedia heisst Bille „weiß“ (Slawisch biely). Jedoch als weiss habe ich sie nicht empfunden – es sei denn irgendjemand kippt mal Kalk rein…… Die Bille ist 65 km lang und fliesst davon 23 km durch Hamburg.

Ich hätte mir da eher gedacht, das früher die Bille „de Bill“ (eine Art Plattdeusch) geheissen hat oder hiess. Bei „bill“ fällt mir glatt das englische „to bill“ (zu berechnen) ein und ebenso die reichen Stadtsäcke aus der Hammerburg (jetzt Hamburg). Die wollten doch Kohle/Moneten/Zaster haben und vielleicht stellten die irgendwelche Leiharbeiter aus Britannien an den Fluss, um für die Überquerung ebendieses Flusses Geld zu verlangen. Da die coolen Briten aber schlecht deutsch sprachen, haben die jedem, der den Fluss queren wollte zugerufen „please bill“. Daraus ist dann eben „de Bill“ entstanden bzw. neudeutsch die Bille. Hört sich doch logisch an oder?

Nun gut. Die Bille durchquert und streift einige Stadtteile in Hamburg, die ihre Stadtteilnamen sicherlich durch die Bille erhalten haben. Auch hier nachfolgend wieder meine ureigene Interpretation der Namen. Zuerst fliesst „de Bill“ durch Bergedorf.

Bergedorf

Wie der erste Teil des Wortes schon aussagt, muss es Berge geben. Und tatsächlich, denn wer durch Bergedorf fährt oder geht bemerkt unzweifelhaft, das es bergig ist. Was ein Dorf ist, weiss hoffentlich jedermann. Aber hier nochmal kurz und bündig nach Wikipedia: „Gruppensiedlung mit geringer Arbeitsteilung“. Hört sich echt bescheuert an, aber bekommt Sinn, wenn man an die Geldsäcke der damaligen Hammerburg denkt. Die brauchten ja nur die faulen Säcke in die Berge abzuschieben, damit die da mit geringer Arbeitsteilung leben konnten.

De Bill (Bille) kommt nun nach Lohbrügge – wo es im übrigen auch noch etwas bergig ist und teilweise auch tieferliegend platt und feucht ist.

Lohbrügge

Nach Wikipedia bedeutet „Loh“ sowas wie Loch. Das Wort Brügge ist dort nicht erklärt, aber deutet auf das heutige Wort Brücke hin. Also wäre das denn eine Lochbrücke. Vermutlich standen da die Briten und kassierten ab an einer Brücke die ziemlich löchrig war. Den Reisenden wurde gesagt, das sie zur Lohbrügg gehen sollten, um den Fluss zu queren und dort zu bezahlen (to bill).
Hört sich meiner Ansicht auch logisch an.

Weiter fliesst „de Bill“ an Billstedt vorbei. In Billstedt gibt es noch einen Nebenfluss, die Glinder Au, aber dazu sagt ich mal nix. Oder doch: wenn man drin waten tut kann man sich an den Steinen die Zehen stossen und sagt „au“.

Billstedt

Hier sagt der erste Teil des Namens schon alles – Bill. Und der zweite Teil ist Stedt. Nach Wikipedia ist Stedt eine Wohnstätte. Somit wäre früher der Name wohl Wohnstätt an de Bill verwendet worden. Dieser Stadtteil liegt etwas erhöht, so das man früher sicherlich den Flusslauf der Bille hätte sehen können. Da unten in der Ebene (flach und feucht) gab es früher bestimmt keine Gewerbefläche mit Lager und Geschäftshäusern – nur kleine flache Hütten mit Reet gedeckt. Die Sicht war daher nicht behindert – vielleicht nur durch vereinzelt stehende Bäume und Büsche.

Deshalb sind die Bewohner der Wohnstätte sicherlich oft in die Ebene gegangen und habe die umliegenden Flächen als Ackerland genutzt – vielleicht gabs ja auch Torf zum befeuern der Öfen. Womit wir in Billbrook ankommen.

Billbrook

Über den ersten Namensteil lasse ich mich nicht mehr aus – ist klar nä! Nach Wikipedia bedeutet „brook“ ein Bruchwald (Sumpf mit Büschen) oder eine Insel/Erhebung im Fluss oder Feuchtgebiet. Somit hätte man es dann wohl „Bruchwald an de Bill“ genannt, was heutzutage veraltet ist und man es eben Billbrook nennt. Da wird es bestimmt teilweise ziemlich sumpfig gewesen sein und ich möchte nicht wissen wieviel Moorleichen es da früher gab.

Nun gut, weiter geht’s nach Billwerder und Billwerder Ausschlag.

Billwerder (Ausschlag)

Was ein Werder ist weiss ich nicht so genau, aber denke, das es eine Landzunge ist. Gibt ja auch das Wort Warder – meistens an der Nordsee. Egal. Vielleicht war es für die Leute schwer sich durch den Brook (siehe Billbrook) an de Bill zu kämpfen, weil es ja matschig und moorig war und sie den Moorleichen aus dem Weg gehen wollten. Also ging man zum Werder, weil man da sein Boot besser wassern konnte. Meine Logik übertrifft alles dagewesene.

Dann gibt es da noch Billwerder Ausschlag. Ein Mensch kann Ausschlag kriegen und vielleicht war das der Grund, das man einen Teil von Billwerder so nannte. Man bekam Ausschlag, wenn man zu lange dort an der Bille war……..weil die in Bergedorf immer reingepullert haben.

So nun hat de Bill so langsam die Elbe erreicht bzw. eher die Dove Elbe. Die ist doof, weil sie sich von der großen Elbe abzweigt und separat fliesst.

Ach, da fällt mir noch ein Stadtteil ein, der nicht an der Bille liegt, aber in Nachbarschaft zu Billstedt. Das ist Horn.

Horn

Hat Horn was mit der Bille zu tun? Nö, eigentlich nichts, wenn da nicht……. Da hat einer ein Haus gehabt und ist täglich nach Billstedt gekommen. Es war der Warnungsbläser mit einem Horn. Der hatte einen Knall und hat in Billstedt auf dem Hügel ins Horn geblasen, wenn Leute aus Bergedorf – also einer der mit geringer Arbeitsteilung (siehe Bergedorf) – in Richtung der Hammerburg gegangen ist. Der Hornbläser hat damit die Geldsäcke in der Hammerburg gewarnt sich in Acht zu nehmen vor dem hergelaufenen Faulpelz.
Schlusswort

Bitte nehmt diese Darstellung als Witz mit leichtem realen Hintergrund. Und bitte keine Richtigstellungen schreiben, denn das verfälscht meine Idee.

Der Bart

Da stand er – klein und häßlich – vor dem Heerlager. Sein Met in einer Hand – hinter ihm Menschen, Menschen, Menschen.  „Was mache ich nur“,  sagte er flüsternd vor sich hin. Er drehte sich um, denn da stand ein liebliches Fräulein in seiner Nähe. Er schlug die Augen nieder und wagte nur einen kurzen  Blick in ihre Richtung.  Neben dem Fräulein stand ein Mann mit Kinnbart und schönen roten Haaren in einem wunderschönen Wamst.  Oh, könnt‘ ich doch auch so aussehen, dann hätte sie mich genommen……

Er, der kleine und häßliche Mensch war neidisch, brutal neidisch und wagte es den Typ etwas länger anzusehen. Ja, er, der Kleine hatte keinen Bart, keinen Wamst und keine Freundin.  Sein Met schmeckte plötzlich nicht mehr nach Honigwein und wurde schwer in seiner Hand. Er drehte sich um und ging mit langen Schritten zu seinem Fahrrad und fuhr betrübt heim.

Tags darauf. Er stand klein und verkleidet vor dem gleichen Heerlager, sein Met in der Hand. Und wieder stand da ein liebliches Fräulein in seiner Nähe – es war die gleiche wie gestern.  Der Kleine heute im Wamst und mit Bart – leider Klebebart – und rot gefärbten Haaren. Er guckte zum Mädel hin und hielt ihrem Blicke stand. Das Mädel lächelte ihn an und er tapste langsam auf sie zu. Doch dann, oh wei, blieb er mit dem Fuss an irgendwas hängen, stolperte und fiel lang zu Boden. Wie peinlich ist das denn?  Als er sich wieder aufgerichtet hatte war Bart weg – Mädel erschüttert.

Ja, das gibt es, denn Bärte machen Bräute ähh Leute.

 

(Mal geschrieben nach dem MPS im Jahre des Herrn 2010).

50 Jahre und älter….. (ein Gedicht)

Etwas grau und etwas kahl,
auch die Jugend war einmal,
doch was nutzt dann das Gewimmer
lieber Freund, es kommt noch schlimmer.

Haare wachsen aus den Ohren,
der Geruchssinn geht verloren,
dabei hast Du noch zu kämpfen
um den Nasensaft zu dämpfen,
der sich an der Spitze sammelt
und als Tropfen runterbammelt.

Flach und trübe liegt die Pupille,
trotz der scharf geschliffenen Brille.
Du bekommst Paradontose,
Deine Zähne werden lose;
schmerzhaft, wie sie einst gekommen,
werden sie Dir jetzt rausgenommen,
und das künstliche Gebiss
ist ein arges Hindernis.

Schweigen wir von Nierenschmerzen,
von dem starken Klopf am Herzen,
von dem Magen, diesem Hund,
keinesfalls ist er gesund.
Unten ist die Bauchwand faltig,
der Urin ist zuckerhaltig.

Der Popo, einst straff und rund,
leidet stark an Muskelschwund.
Wenn Dir einmal ein Wind entfleucht,
wird Dir gleich die Hose feucht.
Und des Mastdarms volle Falten
können kaum den Stuhlgang halten.

Oftmals stören Deinen Frieden
walnußgroße Hämorriden
und die sogenannte gute,
vielgepriesene Wünschelrute
hängt als leichtgekrümmter Schlauch
unterm faltenreichen Bauch.
Nur zum pinkeln lediglich,
dient der Schnippeldillerich
und er ist an dieser Stelle
wirklich keine Freudenquelle.

Und die holde Weiblichkeit
wittert dies und weiss Bescheid.
Schonungslos kommt sie zum Schluß,
er ist sittsam, weil er muss.

(Anm.: das habe ich vor ca. 30 Jahren irgendwo abgeschrieben, d.h. es ist nicht meinen Gedanken entfleucht)